Die Struktur von Yoga  

Bei der Übersetzung des Wortes Yoga greife ich auf T.K.V. Desikachar* zurück. Er übersetzt es mit "aus zwei Dingen zusammengebracht sein", "vereint sein", "den Geist bündeln". Das bedeutet, Körper , Bewegung, Geist und Seele werden in harmonischen Einklang gebracht. Der Atem spielt eine entscheidene Rolle um diese Verbundenheit zu erreichen.                                                                                                                                                          Yoga bietet viele Methoden und Facetten um das zu erreichen. Die Körperhaltungen, Asanas genannt, zum Beispiel. Sie sind eine wertvolle Möglichkeit die Verbindung zum Körper herzustellen. Eine weitere praktische Methode ist das Mentaltraining. Yoga lehrt positives, wertfreies und friedvolles Denken, dies führt zur achtsamen Handlung. Die yogische Lehre schließt auch die allumfassende Gewaltlosigkeit, Ahimsa genannt, mit ein. Das Wissen über die gesunde Ernährung und die innere und äußere Reinigung, Sauca, gehören ebenfalls dazu. Die Lehre von Ayurveda und die Energielehre der Chakren haben auch ihren Platz. (werter, interessierter Leser, dies ist nur ein Auszug!)           Das macht Yoga zu einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept mit geistiger Haltung, gestützt von medizinischen Erkentnissen. Immer basierend auf den freien Willen des Einzelnen. Yoga ist ein autonomer Weg der Selbstbestimmung - ohne religiösen Hintergrund, aber je nach Bereitschaft mit spiritueller Erfahrung.                                                   Viele verschiedene Richtungen haben sich im Yoga gebildet. Anstatt Starre bietet er Wachstum. Yoga wurzelt tief im Ursprung und wächst und gedeiht mit jedem Praktizierenden. Probieren Sie es aus....

Der achtgliedrige Pfad im Yoga, die Entwicklungskette des Yoga-Systems:                                                       YAMA meint den ethischen und moralischen Umgang im Außen und mit anderen Menschen                                NIYAMA umschreibt den liebevollen Umgang mit sich Selber                                                                              ASANA heißt die Körperstellung,-haltung                                                                                                  PRANAJAMA beschreibt die Wahrnehmung und die Schulung der Atmung                                               PRATYAHARA lehrt dasZurückziehen der Sinne                                                                                             DHARANA die Konzentration                                                                                                                          DHYANA die Meditation                                                                                                                                SAMADHI das Höchste Selbst                                                                                                                           *Buch: T.K.V Desikachar "Yoga, Tradition und Erfahrung"                                                                   

    Die Inhalte im Yogaunterricht   

Die Basis meines Unterrichtes ist das traditionelle Yoga. Ziel ist es hier, aufgrund der länger anhaltenden Asana, in die körperliche und  mentale Entspannung zu kommen. Dem modernen, westlichen Menschen fällt dies oft schwer. Deshalb kombiniere ich fließende Bewegungen und dynamische Asana-Reihen, mit statischer Haltung. Nach jeder Haltung/Bewegung ist Zeit,  die Wirkung auf physicher und energetischer Ebene nachzupüren! Nur so kann der Teilnehmer, langfristig, eine Veränderung bei sich bemerken und bewusst  bewirken. Der Atem begleitet und führt in der gesamten Zeit.                                                                                                                                             Yoga ist Prozess, eine Entwicklung, hin zu mehr Sinnhaftigkeit im Leben. Daraus formt sich der Mensch mit seiner inneren und äußeren Haltung. Jede Bewegung sei sie körperlicher, geistiger oder energetischer Natur beinhaltet lebendiges Bewusstsein. Die Herausforderung ist es diese Lebendigkeit wahrzunehmen und dafür Platz in unserem Leben zu schaffen. Körper, Geist, Seele und Bewegung in harmonischen Einklang bringen, nenne ich, im Yoga leben.                                                                     

    Yoga mit Kindern...  

...basiert auf dem oben beschriebenen Grundsatz. Der Mensch steht im Mittelpunkt.  JEDOCH der kleine Mensch, unser Kind, hat andere Bedürfnisse, Yoga mit Kindern und Jugendlichen ist vor allem auf die Praxis ausgelegt. Viele Asanas, Körperhaltungen, sind nach Tieren oder Gegenständen benannt. Die Kinder kennen diese und können sie sich gut vorstellen. Jetzt findet die Verknüpfung von Kognition und Motorik spielerisch statt. Die Haltung des Löwen zum Beispiel animiert die Kinder schon mal zum richtigen Brüllen. Dabei lösen sich Verspannungen auf ganz sanfte Art. Das innere Bild eines kräftigen Baumes, hilft dem Kind selber stabil im Gleichgewicht zu stehen. Das macht richtigen Spaß! Nach einer Asana haben die Kinder Zeit in der Stille nachzuspüren. Sie fühlen dass sich im Körper etwas tut. Ganz präzise können sie benennen wo und was sie spüren. Diese Erfahrung ist für Kinder unglaublich spannend. Mit dem bewussten Wahrnehmen und dem Leiten der Atmung finden sie zu inneren Ruhe. Von mir bekommen sie Impulse zur Meditation über Phantasiereisen und meditative Übungen. Sie lassen sich sehr vertrauensvoll auf diese innere Stille ein. Den Kinder steht die Fähigkeit, sich mit dem Jetzt, mit Ihrem Tun, zu verbinden noch nahe. Sie merken selber wie gut Ihnen Yoga tut.  

                    

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